Karamalz Cup
Karamalz Cup | ||
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Spiel Nr. | 1028 | |
Bewertung | 6.80 Punkte bei 5 Stimmen | |
Entwickler | Adam Bulka, Michael Detert, Gösta Feiweier, Thomas Heinrich, Oliver Stiller, Ingo Wolf | |
Verleger | Markt & Technik (64'er) | |
Musiker | Thomas Detert | |
HVSC-Datei | /MUSICIANS/D/Detert_Thomas/Karamalz_Cup.sid | |
Release | 1993 | |
Plattform(en) | Amiga, C64 | |
Genre | Sport | |
Spielmodi | Einzelspieler bis zu 4 Spieler (abwechselnd) | |
Steuerung | ||
Medien | ||
Sprache | ![]() ![]() |
Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Karamalz Cup ist ein Werbespiel für die Malzbiermarke Karamalz. Es ist ein Eishockey-Spiel mit Nationalmannschaften, bei dem man ein Turnier spielt. Der Spielplan ist dabei der WM '93 nachempfunden[1]. Zur Auswahl stehen 12 Mannschaften, die fest in zwei Gruppen eingeteilt sind. In den Gruppen spielt jeder gegen jeden, die ersten vier Mannschaften in der Tabelle nach Ende der Gruppenphase rücken ins Viertelfinale auf.
Im Gegensatz zu anderen Computerumsetzungen des Sports spielt man immer genau ein und denselben Spieler, selbst wenn ein anderer Spieler aus der eigenen Mannschaft den Puck hat. Das Spiel zeichnet sich durch eine detailreiche Tiefe aus, mit der dem echten Eishockey möglichst nah gekommen werden soll. Dies fängt bei der Anzahl der Spieler und der in Drittel eingeteilten Dauer an, geht weiter mit zunehmendem Kraftverlust der Puckjäger und einer damit verbundenen Auswechselmöglichkeit bei Spielunterbrechungen, und endet mit der Berücksichtigung von speziellen Regeln wie Bullys bei unerlaubten Weitschüssen und Abseits oder auch Zeitstrafen für Stockschläge und Prügeleien.
Bemerkenswert sind auch die umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten vor Spielbeginn. So kann neben der Spieldauer und drei Schwierigkeitsgraden auch das für Anfänger womöglich zu komplizierte Regelwerk teilweise oder ganz ausgeschaltet werden. Es sind auch mehrere menschliche Teams möglich.
Recht ungewöhnlich und mitunter gewöhnungsbedürftig sind extra eingeblendete Screens im Moment eines Torschusses oder bei Entstehen einer größeren Rauferei. In diesen Einblendungen muss entweder schnell der Torschuss platziert werden oder über einen längeren Zeitraum von circa 20 Sekunden ein Boxkampf ausgetragen werden. Kurios: Je mehr man dem Gegner auf die Nase gibt, desto höher fällt dessen Zeitstrafe aus, während die eigene kleiner wird.
Gestaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Grafik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das Spielfeld wird schräg von der Seite gezeigt und erstreckt sich über mehr als einen Bildschirm, und scrollt entsprechend nach links und rechts. Bei Torschüssen und Prügeleien wechselt das Spiel in eine detailliertere Seitenansicht.
Sound[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Musik gibt es nur im Menü. Im Spiel sind nur sporadisch Geräusche zu hören.
Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Bedienung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- wenn man den Puck hat
kurz gedrückt: in Laufrichtung passen
länger gedrückt halten: Schlagschuß auf das Tor, dann Zielen in der Nahaufnahme s.u.
- wenn ein anderer Spieler aus der eigenen Mannschaft den Puck hat
- wenn ein gegnerischer Spieler den Puck hat
- wenn der Puck frei liegt
Nahaufnahme: Zielen beim Torschuss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Beim Torschuss wechselt das Bild kurz in einen gesonderten Screen, in dem das Zielkreuz auf das Tor zu richten ist. Hierbei entgegen der im Spiel angezeigten Anleitung den Knopf anfangs noch gedrückt halten und zum Schießen nach dem Zielen dann loslassen.
Nahaufnahme: Rauferei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Sieben Strafminuten gibt es für eine Rauferei. Ob diese mehrheitlich an den Gegner oder an dich gehen, hängt von dem Erfolg beim Prügeln ab. Vor allem wechselnde Bewegungen nach oben und zum Gegner bei oft gedrücktem Feuerknopf helfen erfahrungsgemäß.
Kraftverlust und Auswechseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Neben der Anzeigetafel wird mit abnehmenden Balken der Kraftverlust der Spieler beider Teams angezeigt. Dies spürt man auch deutlich beim Spielen. Sinkt die Kondition zu weit nach unten, so kann bei Spielunterbrechungen mit SHIFT das Team gewechselt werden.
Lösung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Den Torschuss üben: am besten ganz unten in die Ecken zielen, erst dann Feuerknopf loslassen!
- Gegen den starken Schwierigkeitsgrad entstehen viele Zeitstrafen. Sobald vom Gegner jemand auf der Bank sitzt, sollte ausschließlich über dessen offene Flanke angegriffen werden.
- Alleingänge mit schnellem Abschluss von überall sind meist besser als zu versuchen, in dem wilden und manchmal kaum noch nachvollziehbaren Gewusel auf der Eisfläche eine Art Kombinationsspiel aufzuziehen.
- Immer den blinkenden, also puckführenden Gegner attackieren.
- Den Gegner mit kleinen Richtungswechsel täuschen.
- Immer rechtzeitig wechseln, vor allem auf dem hohen Schwierigkeitsgrad.
Cheats[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Kein echter Cheat, sondern eher ein Bug: Der Computer wechselt manchmal direkt vor Wiederanpfiff bei einer Spielunterbrechung den ganzen Kader aus. Da heißt es, schnell den Puck holen und über das leere Eis der gegnerischen Hälfte zum Torerfolg kommen!
Bewertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Bewertung der C64-Wiki-Benutzer (10=die beste Note): | ||
6.80 Punkte bei 5 Stimmen (Rang 518). Zur Stimmabgabe musst Du angemeldet sein. | ||
C64Games | 8 | 6. Dezember 2019 - 21118 downs |
Lemon64 | 5,4 | 6. Dezember 2019 - 9 votes |
Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Pattensen Power: "Erstaunlich, wieviele Features und Feinheiten dieses Spiel besitzt. Drei Schwierigkeitsgrade, Turniermodus, Zeitstrafen, Auswechslungen, sogar spezifische Regeln wie unerlaubte Weitschüsse oder Abseits werden erkannt! Man ist hier mit viel Liebe fürs Detail vorgegangen. Das Gameplay selbst krankt aber ein wenig daran, dass allzu oft wilde Dinge auf dem Eis geschehen, die man sich nicht immer ganz erklären kann. Da schießt auch schon mal der Mitspieler ins Nirgendwo der eigenen Spielhälfte zurück, oder der Computergegner passt mir den Puck ohne Not so zu, dass ich frei vorm Tor stehend nur noch abziehen muss. Auch an die Extra-Screens für Prügeleien und Torschüsse muss man sich gewöhnen, und die zahlreichen Animationen bei Spielunterbrechungen ziehen die Gesamtdauer doch etwas arg in die Länge. Bei aller Kritik ist Karamalz Cup trotzdem ein Eishockeyspiel der besseren Sorte, bei dem es einiges zum Entdecken und Ausprobieren gibt, ehe man fit ist für den Turniersieg."
Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Cover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Videomitschnitt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Kurzes Video der inoffiziellen englischen Übersetzung
Screenshot-Vergleich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Die Musik greift auch Melodie aus der damaligen Karamalz-Werbung auf.
Highscore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
In diesem Spiel ist keine Highscore sinnvoll.
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- C64Games.de - Spiel Nr. 1179
- Gamebase64.com - Spiel Nr. 18161
- Lemon64 - Spiel Nr. 1411
- ready64 - Spiel Nr. 4382
- Kultboy.com - Testbericht Nr. 1552
- Stadium64.com
- C64.com - Spiel Nr. 1008
Videos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Videomitschnitt auf YouTube Besprechung bei RetroKork
- Videomitschnitt auf YouTube Vergleichsvideo beider Versionen
- Videomitschnitt auf YouTube Kommentiertes Video
Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Handbuch, S.4